Wolfsspitze

Eine offizielle Beschreibung der Rasse befindet sich unter Rasse-Porträt. Hier habe ich eine persönliche Kurzfassung sowie einige ergänzende Informationen zu Wolfsspitzen zusammengestellt.

Wolfsspitze sind eine sehr ursprüngliche und durch die Zucht nur unwesentlich veränderte Rasse. Sie entsprechen in ihrer Erscheinung noch heute den Abbildungen der ersten Hunde, mit denen Menschen zusammengelebt haben.

Erscheinungsbild

Da ein Bild bekanntlich mehr als 1000 Worte sagt, befinden sich auf dieser Website diverse Fotos, die einen guten Eindruck der äußeren Erscheinung geben.
Wolfsspitze sind die größten Vertreter der Deutschen Spitze – mit 49 ± 6 cm werden sie etwa kniehoch. Sie sind also deutlich kleiner als ein Schäferhund oder ein Labrador, aber größer als Beagle oder kleine Münsterländer. Ein Spitz zeichnet sich durch seine wachen und flinken Augen, die kleinen, stets aufgestellten Ohren, seine über dem Rücken aufgerollte, buschige Rute und sein reichliches, langes, weiches und abstehendes Fell aus. Wolfsspitze sind immer grau gewolkt, mal heller, mal dunkler – aber nie einfarbig oder gescheckt.
Es gibt sehr unterschiedliche Typen von Wolfsspitzen / Keeshonds. Die einen haben sehr üppiges Fell, einen ziemlich kräftigen Schädel und relativ kurze Beine. Die anderen haben weniger buschiges Fell, einen zierlicheren Kopf und längere Beine. Vermutlich kommt dies durch die langjährige Trennung in Wolfsspitz und Keeshond. Inzwischen werden beide Typen aber in einem FCI-Standard zusammengefasst. 

Wesen

Wolfsspitze sind sehr anhänglich und verschmust. Sie lassen sich für ihr Leben gern kuscheln und streicheln und suchen schon mal von selber die Hand des Menschen. Ihr Fell lädt geradezu zum Kraulen ein. Daher sind sie vor allem für Kinder ein echter Sympathieträger: ein Schmusetier, das laufen kann!
Wolfsspitze haben keinen Jagdtrieb und sind daher sehr standorttreu und leicht erziehbar. Darüber hinaus sind sie sehr auf ihren Menschen fixiert. Ein Wolfsspitz läuft weder weg noch jagt er Wild hinterher – daher braucht ein Wolfsspitz praktisch weder Leine noch Gartenzaun und ein kurzer Ruf genügt, um ihn aus jedem vergnüglichen Spiel abzurufen.
Der Spitz im Allgemeinen gilt als der Schelm unter den Hunden – er ist stets froh gelaunt, verspielt und immer wieder bereit, jeden Quatsch mitzumachen oder anzustiften. Trotzdem sind Spitze sehr ruhige Hunde. Sie können stundenlang an einem stillen Plätzchen liegen und man bemerkt sie gar nicht. Solange ihre Menschen in der Nähe sind, ist für den Wolfsspitz alles in bester Ordnung. Nähert sich allerdings ein Fremder dem Haus, dann meldet es der unbestechliche Wächter sofort.
Wolfsspitze sind sportlich, können lange Strecken laufen, balancieren, klettern und springen. Müssen sie aber nicht. Anders als bei anderen Rassen ist eine sportliche Auslastung nicht nötig und wird vom Wolfsspitz auch nicht eingefordert.
Der teilweise schlechte Ruf als Kläffer oder Wadenbeißer ist unsinnig und gilt sicher nicht für normal sozialisierte Hunde. Nur Spitze, die keinen Familienanschluss haben, suchen sich selber eine Beschäftigung – und das muss nicht unbedingt die beste sein.

Lebenserwartung

Spitze werden etwa 15 Jahre alt (häufig auch schon mal ein paar Jahre mehr). Die Entscheidung für einen Wolfsspitz sollte also gut überlegt sein. Aufgrund seiner sehr engen Bindung an seine(n) Menschen, ist es für einen Spitz nicht leicht, später die Familie zu wechseln.